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Die Macht der Sprache

26.Mär 2014

Was wir sagen, welche Worte wir wählen, drückt unsere innere Haltung aus. Häufig lassen unsere Worte Rückschlüsse auf unser Commitment zu, auf das, was uns wichtig ist oder welches Bild wir über uns selbst und die Welt haben (Glaubenssätze). Einige

Beispiele:
"Ich würde vielleicht gerne mehr Zeit mit meinen Kindern verbringen."
"Ich muss immer um Anerkennung kämpfen."
"Meine Beziehung ist immer arbeitsintensiv."
"Vertrauen muss man sich verdienen."
"Das solltest Du mal anders machen."
"Schatz, eigentlich liebe ich Dich, aber..."
"Du kannst doch nicht einfach Deinen Job kündigen, ohne einen neuen zu haben."
"Mach erst einmal eine Ausbildung, dann hast Du was Sicheres."
"Das ist schwierig. Ich kann das nicht."


Wenn man sich diese Annahmen über sich selbst und das Leben immer wieder wiederholt, dann glaubt man am Ende, dass es tatsächlich immer so ist - wie ein Naturgesetz. Bis auf den Dalai Lama ist kein Mensch frei von der hohen Kunst des sprachlichen Selbstboykotts.


Wenn Du neue Möglichkeiten für Dein Leben finden möchtest, dann lautet die Empfehlung:
1. "bislang, bisher, bis jetzt" sind Deine neuen Lieblingswörter, wenn Du über Deine vermeintlichen Schwächen sprichst.
2. Lösungsorientierte Wortwahl wie "So könnte es gehen" anstatt "Es ist schwierig" oder "So könnte es leichter gehen" anstatt "Das machst Du falsch" oder "Ich sorge für X/will X schaffen" anstatt "Ich will Y verhindern".
3. Alle Weichspüler wie "eigentlich, ziemlich, ganz" aus dem Wortschatz streichen.
4. Verallgemeinerungen wie "immer, nie" nur bei objektiver Nachvollziehbarkeit nutzen.
5. Kritische Befehlswörter wie "müssen, sollen" durch "wollen" ersetzen, wenn Du von Dir selbst sprichst und durch "bitten" ersetzen, wenn Du zu jemand anderem sprichst.

Der gute Nachricht ist: Die Sprache ist so mächtig, dass sie nicht nur unsere Haltung ausdrückt, sondern auch umgekehrt unsere Haltung beeinflusst. Daher "Abracadabra - was Du sprichst, wird Wirklichkeit".

Welche spannenden Sätze mit Selbstboykottpotenzial kennst Du? Wir freuen uns über Deine Beiträge - entweder hier als Kommentar oder als direkte Nachricht an uns.

„Den Knall, den man selber hat, hört man meist nicht.“

Doc Happinez