DER BLOG

Tipp der Woche Nr. 9

16.Mär 2015
 
 
 

Neuigkeiten

 

DIE IDEE
Die gute Nachricht direkt zu Beginn: Verantwortung macht einen widerstandsfähiger gegen die Herausforderungen des Lebens. Wenn man eine hohe Bereitschaft fühlt, Verantwortung zu übernehmen, dann fällt es einem leichter mit Ereignissen, die auf den ersten Blick sehr unerfreulich erscheinen, gelassen und souverän umzugehen. Man ist weniger empfindlich, nimmt Dinge nicht so schnell persönlich, sucht intuitiv nach Lösungsmöglichkeiten und jammert nicht über widrige äußere Umstände herum, die man eh nicht ändern kann. Ein weiterer wichtiger Nebeneffekt ist, dass man sich unproduktive Debatten spart, wer denn nun Schuld ist; auch die sich häufig daran anschließenden Rechtfertigungsorgien, anklagenden Vorwurf-Tsunamis, endlosen Selbstgeißelungen oder kreativen Ausweichmanöver kann man getrost aus seinem Terminkalender streichen und den entstandenen Freiraum anderweitig sinnvoll nutzen. Denn Verantwortung kennt keine Schuld. Schuld hat etwas Destruktives, Schuld sucht keine Lösungen, Schuld bedeutet ein Leben im Rückwärtsspiegel, Schuld kennt nur richtig und falsch. Und wer will schon falsch sein? Schuldgefühle laden einen dazu ein, in einer passiven Rolle zu verharren, anstatt sich aktiv für das eigene Wohl einzusetzen. Wer eigenverantwortlich lebt, lebt von innen nach außen und lässt sich nicht von Schuldgefühlen und einem schlechten Gewissen von anderen wie eine Marionette durchs eigene Leben führen. Man kann sich auch nur dann aufrichtig ohne einen gefühlten Rechtfertigungsdruck entschuldigen, wenn man Verantwortung übernimmt. Verantwortung übernehmen ist die Bereitschaft, eine Antwort auf all die Fragen zu geben, die uns das Leben stellt. Verantwortung hat somit eine systemische Perspektive: Man nimmt den Rhythmus des Lebens auf, anstatt gegen ihn zu kämpfen. Die Fragen des Lebens und die Antworten darauf tanzen quasi einen Tango – und Du führst! Keiner kann Dir diese Aufgabe abnehmen. Führst Du nicht, führt der andere (in diesem Fall äußere Ereignisse). Das ist zwar bequem, führt aber dazu, dass Du nicht den Tanz tanzt, den Du tanzen willst. Aufmerksam für den Rhythmus des Lebens zu sein, klingt erst einmal anstrengend und nach Arbeit. Das ist es häufig auch – vor allem zu Beginn. Aber die Belohnung ist so attraktiv und bietet so viele positive Chancen, dass sich der Hassel lohnt. Selbst Verantwortung zu übernehmen, lässt Dich freier, unabhängiger und gesünder leben. Der Fokus auf die eigene Verantwortung lässt Dich im Hier und jetzt leben und nach vorne schauen. Du legst Deine Aufmerksamkeit auf Deine eigenen Bedürfnisse und Handlungsmöglichkeiten. Damit bleibst Du bei Dir und kümmerst Dich nicht darum, was mal war oder was im Außen geschieht. Die lösungsorientierte Grundphilosophie von Verantwortung lädt Dich dazu ein, Dinge auszuprobieren, neue Erfahrungen zu machen, zu lernen und Dich weiterzuentwickeln.
Deshalb: Übernimm Verantwortung und freue Dich auf die neuen Möglichkeiten für Dein Leben.

REFLEXIONSFRAGEN
Die folgenden Fragen unterstützen Dich dabei, Deine innere Haltung zur Übernahme von Verantwortung zu klären.

1. Was ist Deine Meinung zu „Jeder ist für sich selbst verantwortlich.“?
2. Was zeichnet Deiner Meinung nach einen verantwortungsbewussten Menschen aus?
3. Welche Bedeutung hat „Schuld“ für Dich? In welchen Situationen neigst Du dazu, Dich schuldig zu fühlen? Und wie reagierst Du dann normalerweise?
4. Welche Möglichkeiten stecken Deiner Meinung nach in einer selbstverantwortlichen Lebensführung?
5. Was sagst Du zu der Aussage „Selbstverantwortung aktiviert die Selbstheilungskräfte der Seele“?
6. In welchen Lebensbereichen ist es für Dich (bislang) eine Herausforderung, selbst Verantwortung zu übernehmen? Und warum ist das so? Welchen Nutzen hast Du davon?
7. Wie triffst Du Entscheidungen? Gibt es da wiederkehrende Muster, die es Dir leichter bzw. schwerer machen, Verantwortung für Deine Entscheidungen zu übernehmen?
8. In welchen Situationen fühlst Du Dich fremdbestimmt? Und welchen Einfluss kann Deine Haltung zum Thema Selbstverantwortung darauf haben?
9. Wann hast Du das letzte Mal souverän selbst Verantwortung übernommen? Wie hatte sich das das angefühlt? Welche Ergebnisse hast Du damit erzielt?

ZIELE
Mit dieser Übung hast Du drei Ziele verfolgt und erreicht:
- Die Facetten von Verantwortung kennenlernen -> Klarheit
- Die eigene innere Haltung zu Verantwortung verstehen -> Selbstvertrauen
- Impulse finden, die es einem leichter machen, Verantwortung für sich und sein Leben zu übernehmen -> Schwung

Viel Erfolg und Vergnügen.

„Den Knall, den man selber hat, hört man meist nicht.“

Doc Happinez