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Das Unbewusste

12.Mai 2015

Ein Mensch trifft im Schnitt um die 1.000 Entscheidungen pro Tag, die meisten davon unbewusst. Geht ja auch gar nicht anders, denn wer hat schon Zeit, 1.000 Mal pro Tag eine Problemkerze anzuzünden und sich zu fragen: "Will ich das wirklich? Und warum?" Da man das Unbewusste, wie der Name schon sagt, nicht bewusst wahrnimmt, entsteht häufig die Illusion, dass der Mensch ein rationales, vernunftbegabtes Wesen ist. Diese Illusion wiederum führt häufig dazu, dass man in Entscheidungssituationen seine innere Stimme, seine Intuition nicht wahrnimmt. Die Intuition, das Bauchgefühl, leitet einen sogar noch mehr, als man gemeinhin vermutet: Denn in vielen Entscheidungssituationen hat man bereits eine Entscheidung getroffen, ca. eine halbe Sekunde später schalten sich erst Bewusstsein und Verstand hinzu und suchen findig nach rationalen Gründen, warum das alles denn so wahnsinnig vernünftig ist, was man da gerade entschieden hat. So wird die Kontrollillusion über die eigenen Entscheidungen noch stärker. Schopenhauers hatte dies bereits vor beinahe 200 Jahren verstanden: "Der Mensch kann zwar tun, was er will, aber er kann nicht wollen, was er will." Und wenn man lange genug sucht, dann hatten Buddha, Aristoteles und Konsorten hierzu bereits vor über 2.000 Jahren etwas Schlaues gesagt. Obwohl es sich um eine alte Erkenntnis handelt, stecken in der heutigen komplexen Welt viele Menschen in Entscheidungssituationen fest, fühlen sich durch einen nicht erfüllbaren Rationalitätsanspruch gefangen. Denn Menschen fühlen ihre Entscheidungen und folgen ihrem emotionalen Autopiloten weit häufiger, als sie es bewusst wahrnehmen. Solange alles prima läuft, ist das auch kein Problem. Wenn sich nicht erwünschte Ergebnisse einstellen, dann kommt beinahe zwangsläufig die Frage hoch "Was hast Du Dir bloß dabei gedacht?" Die ehrliche Antwort "Nichts - es fühlte sich für mich richtig an, das so zu machen." löst häufig Kopfschütteln aus: "Du musst doch einen klaren Grund dafür gehabt haben!" Und alleine um eine solche Situation zu vermeiden, zwängen sich viele Menschen in ein enges Korsett aus Vernunft und Verstand - und treffen dadurch Entscheidungen, die im Widerspruch zu ihrer eigenen inneren Wahrheit liegen.

Daher lautet die Empfehlung:
1. Höre Deiner Intuition zu, was sie Dir zu sagen hat.
2. Realitätscheck: Was könnte im schlimmsten Fall passieren, wenn ich in dieser Situation meiner Intuition folge?
3. Wenn die Welt tatsächlich nicht untergehen wird, dann: Machen!
Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Doc Happinez oder Ihren Apotheker.

Beim Workshop FDL 1 "Der Aufbruch" kann der geneigte Interessent übrigens seine Intuition kennenlernen und nutzen lernen. Die nächste Gelegenheit dazu ist das 12. Coachingprogramm mit dem Workshop in Hamburg vom 12.-14. Juni 2015:
https://www.facebook.com/events/1713080292250973/

„Den Knall, den man selber hat, hört man meist nicht.“

Doc Happinez